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Einsamkeit, Ewigkeit, Weisheit, Gelassenheit, Alterslosigkeit – all dies klingt an im Bild des Fährmanns, und ein bisschen von alldem kann man auch dem FÄHRMANN, dem fahrenden Sänger durch die Gewässer durchaus ländlicher Breiten, ohne Skrupel anheften. Man könnte es sich einfach machen und schlicht erklären, dass es sich bei ihm um einen Liedermacher handelt. Falsch wäre es nicht. Aber es wäre nicht ausreichend. Zwischen Melancholie und Witz pendelnd holt er uns geschickt in sein Boot. „Fahr bitte nicht so weit hinaus“ singt er dann und fährt doch mit uns an weit entfernte Ufer, die tief in unserer Seele vergraben schienen, bis er sie mit seinen Liedern zurück ans Licht holt. So wird er uns zum Lotsen, zum Liebens- und Leidenswächter, um uns am Ende wieder sicher an Land zu lassen.
Seine eigenen deutschsprachigen Lieder gehen musikalisch ins Ohr, die Texte bedürfen schon einer gewissen Aufmerksamkeit. Da gehen die poetischen Gedankenspiele und Geschichten sehr in die Tiefe, und wohl jeder vermag sich darin wiederzufinden. Begleitet von akustischer Gitarre und Mundharmonika, ein wenig Piano oder auch Akkordeon, bringt seine Musik eine selten gewordene Unaufgeregtheit zurück ins Ohr.

 

 

Foto: Patricia Heidrich